Aktualisiert am 20.10.2022

Sehr geehrte Mandantinnen,
sehr geehrte Mandanten,

wie Sie vielleicht schon aus der Presse oder Informationsschreiben der Finanzverwaltung oder Gemeinden erfahren haben, ist das Jahr 2022 auch das Jahr der Grundsteuerreform.

Das Ziel der Reform soll es sein, mehr Gerechtigkeit in die Berechnung der Grundsteuer zu bringen. Die bisherigen Berechnungsgrundlagen basieren meistens auf veralteten Daten. Daher hat das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2018 geurteilt, dass die Grundsteuer reformiert werden muss.

Als Folge werden im Jahr 2022 alle Grundstücksbesitzer von der Finanzverwaltung aufgefordert, eine Grundsteuererklärung abzugeben – und das digital. Eine Abgabe auf Papier ist nicht möglich. Das bedeutet: Jeder Eigentümer muss eine Grundsteuererklärung für jedes Grundstück abgeben.

Ab 2025 soll die Grundsteuer mit diesen Werten neu berechnet werden. Alle Grundstücke müssen nun neu bewertet werden und danach alle 7 Jahre. Dieser Grundsteuerwert soll jeweils den tatsächlichen Wert des Grundstücks wiedergeben.

Im Bundesmodell, welches z. B. in Thüringen Anwendung findet, soll der Grundsteuerwert auf Basis des Bodenrichtwerts und der statistisch ermittelten Nettokaltmiete festgestellt werden. Zudem werden die Grundstücksfläche, die Gebäudeart und das Gebäudealter berücksichtigt. Allerdings gibt es eine Länderöffnungsklausel. Das bedeutet: Die Bundesländer müssen sich nicht an das Bundesmodell halten und können davon, wie z. B. Sachsen, abweichen. Es wird also zu einem Flickenteppich an Regelungen zwischen den einzelnen Bundesländern kommen.

Die neuen Berechnungen treten für die Berechnung der Grundsteuer ab 01.01.2025 in Kraft. Bis dahin darf die alte Berechnung von den Gemeinden weiterhin angewendet werden.

Was ist zu tun?

Zunächst benötigen wir grundlegende Angaben: Senden Sie uns bitte die beigefügte „Information zur Beauftragung der Grundsteuererklärung“ mit der Auflistung der betroffenen Grundstücke ausgefüllt und unterschrieben zurück an (grundsteuer@fks-partner.de). Die entsprechende Vorlage finden Sie hier:

Wie erfolgt die Bereitstellung der notwendigen Grundbesitzdaten?

Die digitale Bereitstellung erfolgt ab Mitte August 2022 mit der für Sie durch uns zur Verfügung gestellten Softwarelösung. Diese ermöglicht Ihnen gemeinsam mit uns alle benötigten Daten für die Fertigstellung der Feststellungserklärung zur Ermittlung des Grundsteuerwertes bereitzustellen. Zur Registrierung und Freischaltung ist im ersten Schritt lediglich Ihre Mailadresse notwendig.

Alternativ ist auch die analoge Bereitstellung der Daten auf dem Postweg bzw. per Mail mittels entsprechender Formulare oder Checklisten möglich.

Sind Sie schon Mandant bei uns und sollten Sie kein Bedarf bzgl. der oben angebotenen Erstellung im Rahmen der Feststellungserklärung zur Ermittlung des Grundsteuerwertes durch uns haben, lassen Sie es uns bitte wissen. Markieren Sie das dafür vorgesehene Feld auf der oben genannten „Information zur Beauftragung der Grundsteuererklärung“ und senden Sie uns dies bitte ebenso unterschrieben zurück.

Sobald wir wissen, in welchem Umfang wir Sie bei der Erstellung unterstützen dürfen, kommen wir mit weiteren Informationen und Hilfestellungen auf Sie zu. Bei Nutzung der digitalen Variante erfolgt dies innerhalb von 14 Tagen nach Eingang der Beauftragung.