Sehr geehrte Mandantinnen,
sehr geehrte Mandanten,

wir haben wieder ein kleines Update im Wesentlichen über die Neuerungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise erstellt.

Kurzarbeitergeld

  • nachstehend werden die wesentlichen aktuellen Informationen zum Kurzarbeitergeld dargestellt
  • für Kurzarbeit, die bis zum 31.03.2021 begonnen wurde, gilt:
    • 10 % der Mitarbeiter mit einem Entgeltausfall von mind. 10 %
    • Kurzarbeitergeld beträgt 60 % bzw. 67 % bei Kindern im Haushalt
    • Erhöhung ab dem 4. Bezugsmonat auf 70 % bzw. 77 % bei Kindern im Haushalt
    • Erhöhung ab dem 7. Bezugsmonat auf 80 % bzw. 87 % bei Kindern im Haushalt
    • Voraussetzung für die Erhöhung ist ein Entgeltausfall von mind. 50 %
  • bitte beachten Sie, dass die Sozialversicherungsbeiträge bis Juni 2021 vollständig durch die Agentur für Arbeit übernommen werden
  • für den Zeitraum von Juli 2021 bis Dezember 2021 werden nur noch 50 % der Sozialversicherungsbeiträge übernommen, die verbleibenden 50 % sind von dem Arbeitgeber zu tragen
Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Überbrückungshilfe III

  • Zeitraum von Januar 2021 bis Juni 2021, ggf. auch November 2020 und Dezember 2020
  • Anträge müssen bis spätestens 31.08.2021 gestellt werden
  • Erstattung der Fixkosten abhängig von dem Umsatzeinbruch 2021 ggü. dem Vergleichsmonat 2019
    • Umsatzminderung von 30 % bis 40 % -> Erstattung 40 % der Fixkosten
    • Umsatzminderung von 40 % bis 70 % -> Erstattung 60 % der Fixkosten
    • Umsatzminderung ab 70% -> Erstattung 100% der Fixkosten
  • Eigenkapitalzuschuss zusätzlich zur Fixkostenerstattung
    • Umsatzminderung von mind. 50 % in 3 Monaten, dann 25 % auf die Summe der Fixkostenerstattung
    • Umsatzminderung von mind. 50 % in 4 Monaten, dann 35 % auf die Summe der Fixkostenerstattung
    • Umsatzminderung von mind. 50 % in mind. 5 Monaten, dann 40 % auf die Summe der Fixkostenerstattung
    • es werden nur Monate herangezogen, für die Überbrückungshilfe III beantragt wurde (Monate müssen nicht aufeinander folgen)
  • Investitionen in Hygienekonzepte sowie Digitalisierungen können als Kostenposition geltend gemacht werden (Siehe PDF)
  • Anschubhilfe für Reise-, Veranstaltungs- und Kulturwirtschaft in Höhe von zusätzlich 20% der Lohnsummen, die in den Referenzmonaten 2019 angefallen wäre
  • Ausfall- und Vorbereitungskosten für Veranstaltungs- und Kulturwirtschaft können rückwirkend bis zu 12 Monate vor Beginn des geplanten Veranstaltungsdatums bis Dezember 2020 geltend gemacht werden
  • Sonderabschreibungen für verderbliche Ware und Saisonware, die wegen des Lockdowns nicht verkauft werden konnten, können als Fixkosten angesetzt werden

Mindestlohn

Der Mindestlohn nach dem Mindestlohngesetz erhöht sich ab Juli 2021 von 9,50 EUR auf 9,60 EUR pro Stunde.

Pflicht für ein System der Risikofrüherkennung

  • zum 01.01.2021 ist das Sanierungs- und Insolvenzfortentwicklungsgesetz in Kraft getreten
  • danach ist die Geschäftsführung eines Unternehmens verpflichtet, ein System einzuführen, welches Risiken im Unternehmen frühzeitig erkennt
  • dieses muss an die Größe des Unternehmens angepasst sein
  • zentrale Bedeutung hat dabei die Liquiditätsplanung
  • zum 01.05.2021 ist die Insolvenzantragspflicht wieder vollständig in Kraft getreten, da eine weitere Verlängerung über den 30.04.2021 nicht vorgenommen wurde

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mit den besten gesunden Grüßen

Die Geschäftsleitung

Frank Förster
Frank Krehahn
Stephan Strümpfel
Ronny Pabst