Update vom 23.11.2020

Sehr geehrte Mandantinnen,
sehr geehrte Mandanten,

gerne informieren wir Sie über die aktuellen Neuerungen in Bezug auf die Corona-Pandemie. Alles, was für Sie als Unternehmerin oder Unternehmer wichtig ist, fassen wir hier zusammen. Das Update fällt diesmal etwas größer aus.

1. Verdienstausfallentschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) und Krankschreibung

Wird ein Arbeitnehmer durch das Gesundheitsamt in Quarantäne versetzt, weil er Kontakt mit einem Infizierten hatte oder Verdacht auf Corona besteht, so ist dieser nicht krank. Geht dieser Arbeitnehmer zum Arzt und wird krankgeschrieben, geht diese Krankschreibung der Verdienstausfallentschädigung vor. D.h. es tritt dann automatisch Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ein. Die Entschädigung i.S. des IfSG an den Arbeitgeber entfällt.

Ein Infizierter hat dagegen ein Tätigkeitsverbot (Bestätigung der angeordneten Überwachung, einschließlich häuslicher Absonderung und Tätigkeitsverbot) und es greift sofort die Lohnfortzahlung.

Bitte belehren Sie Ihre Arbeitnehmer, dass diese sich bei bloßer Quarantäneverordnung durch das Gesundheitsamt (Anordnung der häuslichen Quarantäne) nicht krankschreiben lassen. Die Lohnfortzahlung aufgrund Quarantäneverordnung ist trotzdem gewährleistet. Sie als Arbeitgeber erhalten dann den Quarantänezeitraum erstattet.

2. Erleichterte Stundung der Sozialversicherungsbeiträge für November 2020

Mit Beginn des sog. Teil-Shutdown ab 2. November 2020 hat sich die BDA dafür eingesetzt, dass wieder eine erleichterte Beitragsstundung für den November 2020 erfolgt und konnte auch den GKV-Spitzenverband, die Deutsche Rentenversicherung Bund und die Bundesagentur für Arbeit dafür gewinnen, sich gegenüber der Politik dafür auszusprechen.

Es konnte erreicht werden, dass die Erleichterung für Stundungen der Sozialversicherungsbeiträge erneut für den Monat November 2020 gilt. Mit Rundschreiben des GKV-Spitzenverbandes vom 17.11.2020 werden die Voraussetzungen für das vereinfachte Stundungsverfahren für den Monat November modifiziert. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass vorrangig die bereitgestellten Wirtschaftshilfen einschließlich Kurzarbeitergeld genutzt werden. Entsprechende Anträge sind vor dem Stundungsantrag zu stellen.
http://www.vwt.de/res/link1-rs-gkv

Weitere Voraussetzung für den beschriebenen erleichterten Stundungszugang ist darüber hinaus nach wie vor, dass die sofortige Einziehung der Beiträge ohne Stundung mit erheblichen Härten für den Arbeitgeber verbunden wäre; dies ist in geeigneter Weise darzulegen. Der Antrag auf Stundung der Beiträge im vereinfachten Verfahren ist mittels eines einheitlich gestalteten Antragsformulars zu stellen.
http://www.vwt.de/res/link2-antragsfomular

Wird dem Antrag des Arbeitgebers auf Stundung von Beitragsansprüchen entsprochen, gelten damit die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für freiwillig krankenversicherte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die vom Arbeitgeber im sog. Firmenzahlerverfahren abgeführt werden, gleichermaßen als gestundet. Die nach § 76 Abs. 3 Satz 2 SGB IV bei einer Stundung von wertmäßig bestimmten Beitragsansprüchen von mehr als zwei Monaten verpflichtend vorgesehene Unterrichtung der Träger der Rentenversicherung und der Bundesagentur für Arbeit für erleichterte Stundungen, die nach Maßgabe dieses Rundschreibens gewährt werden, dürfte im Hinblick auf die begrenzte Stundung der Beiträge für den Monat November 2020 regelmäßig keine Rolle spielen.
Quelle: BDA

3. Erhöhtes Kurzarbeitergeld wird verlängert

Wer länger als 3 Monate in Kurzarbeit gehen muss, soll bis Ende 2021 finanziell entlastet werden.
Quelle „ARD“

4. Antragsfrist zur Überbrückungshilfe II auf 31.01.2021 verlängert

Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe II wird bis zum 31.01.2021 verlängert. Dafür hatte sich der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) stark gemacht. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Anträge lediglich bis zum 31.12.2020 gestellt werden können.

Der Steuerberaterverband Thüringen begrüßt, dass mit der Fristverlängerung ein Beitrag zur Entlastung für die Berufsangehörigen geschaffen werden konnte. Unter dem bundeseinheitlichen Portal www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de können kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie Soloselbstständige und Freiberufler, die durch die staatlichen Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark von Umsatzeinbußen betroffen sind, seit Oktober entsprechende Überbrückungshilfen beantragen. Die Antragstellung muss über die Berufsangehörigen als sog. prüfende Dritte erfolgen.

5. Fragen und Antworten zur Novemberhilfe und Neustarthilfe für Soloselbstständige

Das Bundesfinanzministerium hat weitere Informationen zur außerordentlichen Wirtschaftshilfe (sog. Novemberhilfe) sowie zur geplanten Neustarthilfe ab 2021 veröffentlicht.

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-11-05-faq-ausserordentliche-wirtschaftshilfe.html
Quelle: BMF

6. BMF: Mehr Unterstützung für Soloselbstständige sowie die Kultur- und Veranstaltungsbranche I Neustarthilfe ab 2021 geplant

Konkretisierung der außerordentlichen Wirtschaftshilfe (Novemberhilfe)

Direkt betroffene Unternehmen: Es wird klargestellt, dass auch Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten als direkt betroffene Unternehmen antragsberechtigt sind. Damit ist sichergestellt, dass z.B. auch Pensionen, Jugendherbergen und Konzerthallen im Rahmen der geltenden Bestimmungen die Novemberhilfe erhalten.

Mittelbar indirekt betroffene Unternehmen: Neben den direkt Betroffenen sind indirekt Betroffene antragsberechtigt, wenn sie regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungs-Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.
Darüber hinaus sind auch Unternehmen antragsberechtigt, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferung und Leistungen im Auftrag von Unternehmen, die direkt von den Maßnahmen betroffen sind, über Dritte erzielen. So wird auch Unternehmen geholfen, die mittelbar für ein Unternehmen arbeiten, das direkt von den Schließungs-Anordnungen betroffen ist. Das hilft zum Beispiel vielen Unternehmen und Selbständigen aus der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft wie Tontechniker*innen, Bühnenbauer*innen und Beleuchter*innen. Diese Unternehmen und Selbständigen müssen zweifelsfrei nachweisen, dass sie wegen der Schließungsverordnungen vom 28. Oktober 2020 einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent erleiden.
Beispiel: Ein Caterer, der über eine Veranstaltungsagentur eine Messe beliefert, kann bei Erbringungen der oben genannten Nachweise einen Antrag stellen. Die Messe ist als direkt betroffenes Unternehmen geschlossen, die Veranstaltungsagentur gilt als indirekt betroffenes Unternehmen, wenn sie 80 Prozent ihres Umsatzes mit der Messe und anderen direkt betroffenen Unternehmen macht. Da aber Veranstaltungsagentur Vertragspartner des Caterers ist und nicht die Messe direkt, ist diese Klarstellung wichtig. Mit der Klarstellung erhält der Caterer als mittelbar indirekt betroffenes Unternehmen Unterstützung.

Überbrückungshilfe wird verlängert und erweitert – die Überbrückungshilfe III kommt
Die Überbrückungshilfe unterstützt Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind. Es handelt sich um unbürokratische und schnelle Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Überbrückungshilfe II läuft derzeit noch bis zum 31. Dezember 2020. Sie soll nach dem Willen von Olaf Scholz und Peter Altmaier nun als Überbrückungshilfe III bis Ende Juni 2021 verlängert und erweitert werden. Die Details stehen fest und werden zeitnah bekannt gegeben. Auch hier wird es weitere Verbesserungen geben, bspw. bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen oder auch Kosten für Abschreibungen. Bei der Höhe sind anstelle von bislang max. 50.000 Euro pro Monat künftig bis zu max. 200.000 Euro pro Monat Betriebskostenerstattung möglich.

Neustarthilfe – Besondere Unterstützung für Soloselbstständige
Die Überbrückungshilfe III wird erhebliche Verbesserungen für Soloselbstständige bringen. Betroffene, zum Beispiel aus dem Kunst- und Kulturbereich, sollen künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro für den Zeitraum bis Ende Juni 2021 als steuerbaren Zuschuss erhalten können. Dazu wird die bisherige Erstattung von Fixkosten ergänzt um eine einmalige Betriebskostenpauschale (Neustarthilfe). Damit können Soloselbstständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III sonst keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, einmalig 25 Prozent des Umsatzes des entsprechenden Vorkrisenzeitraums 2019 erhalten. Die Neustarthilfe ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung u.ä. anzurechnen.

Es handelt sich um einen unbürokratischen und schnellen Zuschuss, der – wenn die Antragsvoraussetzungen vorliegen – nicht zurückzuzahlen ist.

Antragsberechtigte
Antragsberechtigt sind Soloselbstständige, die ansonsten im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen bzw. geltend machen können und die ihr Einkommen im Referenzzeitraum (im Normalfall das Jahr 2019) zu mindestens 51 Prozent aus selbständiger Tätigkeit erzielt haben.
Die volle Betriebskostenpauschale wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbstständigen während der siebenmonatigen Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem siebenmonatigen Referenzumsatz 2019 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen ist.

Höhe der Neustarthilfe
Die Betriebskostenpauschale beträgt einmalig 25 Prozent des siebenmonatigen Referenzumsatzes, maximal aber 5.000 Euro.

Um den Referenzumsatz 2019 zu bestimmen, wird der durchschnittliche monatliche Umsatz des Jahres 2019 zugrunde gelegt (Referenzmonatsumsatz). Der Referenzumsatz ist das Siebenfache dieses Referenzmonatsumsatzes.

Betroffene, die ihre selbständige Tätigkeit nach dem 1. Oktober 2019 begonnen haben und daher keine Jahresumsätze für 2019 vorweisen können, können als Referenzmonatsumsatz entweder den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 oder den durchschnittlichen Monatsumsatz des 3. Quartals 2020 (1. Juli bis 30. September 2020) wählen.

Beispiele:

Jahresumsatz 2019

Referenzumsatz

Neustarthilfe 

(max. 25 Prozent)

ab 34.286 Euro

20.000 Euro und mehr

5.000 Euro (Maximum)

30.000 Euro

17.500 Euro

4.375 Euro

20.000 Euro

11.666 Euro

2.917 Euro

10.000 Euro

5.833 Euro

1.458 Euro

5.000 Euro

2.917 Euro

729 Euro

Anrechnung der Neustarthilfe auf Sozialleistungen
Auf Leistungen der Grundsicherung und ähnliche Leistungen ist die Neustarthilfe aufgrund ihrer Zweckbindung nicht anzurechnen.

Form der Auszahlung
Die Neustarthilfe soll als Vorschuss ausgezahlt werden, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 bei Antragstellung noch nicht feststehen.
Sollte der Umsatz während der Laufzeit anders als zunächst erwartet bei über 50 Prozent des siebenmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen.

Bei einem Umsatz von 50 bis 70 Prozent ist ein Viertel der Neustarthilfe zurückzuzahlen, bei einem Umsatz zwischen 70 und 80 Prozent die Hälfte und bei einem Umsatz zwischen 80 und 90 Prozent drei Viertel. Liegt der erzielte Umsatz oberhalb von 90 Prozent, so ist die Neustarthilfe vollständig zurückzuzahlen. Wenn die so errechnete Rückzahlung unterhalb eines Bagatellbetrags von 500 Euro liegt, ist keine Rückzahlung erforderlich.
Beispiel: Bei 75 Prozent durchschnittlichem Umsatz im Förderzeitraum müsste eine Soloselbstständige, die 4.375 Euro Neustarthilfe erhalten hat, die Hälfte zurückzahlen.
Die Begünstigten müssen nach Ablauf des Förderzeitraums eine Endabrechnung durch Selbstprüfung erstellen. Im Rahmen dieser Selbstprüfung sind etwaige Einkünfte aus abhängiger Beschäftigung zu den Umsätzen aus selbständiger Tätigkeit zu addieren. Der Bewilligungsstelle sind anfallende Rückzahlungen bis zum 31. Dezember 2021 unaufgefordert mitzuteilen und zu überweisen. Zur Bekämpfung von Subventionsbetrug finden Nachprüfungen statt.

Zeitpunkt der Antragstellung
Die Überbrückungshilfe III, die die Neustarthilfe enthalten wird, soll ab dem 1. Januar 2021 gelten. Aufgrund der nötigen technischen Programmierungen und der Abstimmungen mit den Ländern und der EU-Kommission können die Anträge einige Wochen nach Programmstart im neuen Jahr gestellt werden. Die Details zur Antragstellung werden vermutlich in den nächsten Wochen feststehen.
Quelle: BMF

7. Novemberhilfe – So soll das Verfahren der Abschlagszahlung laufen

Das Verfahren der Abschlagszahlung für die Novemberhilfe steht. Darauf haben sich Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium geeinigt. Die Novemberhilfe mit einem Umfang von mehr als 10 Mrd. Euro bietet eine zentrale Unterstützung für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die von den aktuellen Corona-Einschränkungen besonders betroffen sind. Damit das Geld schnell bei den Betroffenen ankommt, werden Abschlagszahlungen ab Ende November erfolgen.
Das Verfahren der Abschlagszahlung umfasst folgende Punkte:

  1. Soloselbständige erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro; andere Unternehmen erhalten bis zu 10.000 Euro.
  2. Die Antragstellung und Auszahlung erfolgt voll elektronisch über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.
  3. Die Antragstellung startet in der letzten November-Woche 2020 (voraussichtlich 25. November 2020).
  4. Erste Auszahlungen der Abschlagszahlungen erfolgen ab Ende November 2020.
  5. Die Antragstellung erfolgt einfach und unbürokratisch. Um Missbrauch vorzubeugen werden Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers vorgesehen.

Das Verfahren der regulären Auszahlung der Novemberhilfen wird parallel vorbereitet und finalisiert, damit es unmittelbar im Anschluss an die Abschlagszahlungen gestartet werden kann.
Quelle: BMWi

 

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Die Geschäftsleitung

Frank Förster
Frank Krehahn
Stephan Strümpfel
Ronny Pabst

Update vom 18.11.2020

 Sehr geehrte Mandantinnen,
sehr geehrte Mandanten,

wir möchten für Sie an dieser Stelle noch einmal Informationen zu der Corona-Prämie im Überblick darstellen. Sollten Sie hierzu noch weitere Fragen haben, so sprechen Sie uns bitte an.

Steuer- und Sozialversicherungspflicht:

  • die Corona-Prämie ist steuerfrei gem. § 3 Nr. 11a EStG und sozialversicherungsfrei gem. § 1 Abs 1 S. 1 Nr. 1 SvEV
  • unterliegt nicht dem Progressionsvorbehalt in der Einkommensteuer
  • die Zahlung muss zusätzlich zu dem geschuldeten Arbeitslohn erfolgen, d.h.:

         o keine Anrechnung auf den Anspruch auf Arbeitslohn
         o nicht anstelle einer bereits vereinbarten Entlohnung
         o keine Gehaltsumwandlung oder Gehaltsverzicht

  • Zusammenhang zur Corona-Krise muss bestehen und ist zu dokumentieren

Höhe:

  • grundsätzlich besteht kein Rechtsanspruch
  • bis zu einem Betrag von 1.500 EUR steuer- und sozialversicherungsfrei
  • wird insgesamt mehr als 1.500 EUR bezahlt, so ist der übersteigende Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig
  • muss nicht einer Summe gezahlt werden
  • Zahlungen über mehrere Monate von März 2020 bis Dezember 2020 ist bzw. war möglich (Teilzahlungen)

Zeitraum:

  • Zahlungen müssen im Zeitraum vom 01.03.2020 bis 31.12.2020 geleistet werden
  • entscheidend ist der Zahlungsausgang (Abflusszeitpunkt) beim Arbeitgeber, wir empfehlen spätestens die Überweisung am 28.12.2020 vorzunehmen
  • erfolgt die Berücksichtigung erst mit der Abrechnung Dezember 2020 und die Auszahlung im Januar 2021, liegen die Voraussetzungen für eine steuerfreie Corona-Prämie nicht vor

Empfänger:

  • kann grundsätzlich allen Arbeitnehmern gezahlt werden, damit auch an

         o geringfügig Beschäftigte
         o Mitarbeiter in Kurzarbeit
         o Geschäftsführer

  • bei der Zahlung an nahestehende Angehörige bzw. Geschäftsführer ist für die Anerkennung auf den Drittvergleich zu achten
  • Gleichbehandlungsgrundsatz ist zu beachten
  • eine Auszahlung nur an einzelne Arbeitnehmer oder Gruppen ist zulässig, wenn es hierfür einen sachlichen Grund gibt

Mehrere Beschäftigungsverhältnisse:

  • Freibetrag kann jeweils pro Beschäftigungsverhältnis in voller Höhe ausgeschöpft werden
  • gilt auch für aufeinanderfolgende Beschäftigungsverhältnisse (nur bei unterschiedlichen Arbeitgebern, nicht bei einem Arbeitgeber z.B. ein unterbrochenes Arbeitsverhältnis)
  • keine Prüfung des Arbeitgebers notwendig, ob der Mitarbeiter bei einem vorherigen oder anderen Arbeitsverhältnis bereits eine Corona-Prämie erhalten hat

Aufzeichnungspflichten:

  • die Corona-Prämie ist im Lohnkonto aufzuzeichnen
  • sie muss daher zwingend bei der Lohnabrechnung berücksichtigt werden

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Die Geschäftsleitung

Frank Förster
Frank Krehahn
Stephan Strümpfel
Ronny Pabst

Update vom 11.11.2020

Sehr geehrte Mandantinnen,
sehr geehrte Mandanten,

heute erhalten Sie wieder ein Update zu den neuesten Corona-Hilfe-Maßnahmen für Unternehmen.
Wir haben die Hilfen nach den betroffenen Unternehmensbereichen strukturiert und mit Beispielen versehen, so dass sie sich besser zurechtfinden.

A. Außerordentliche Wirtschaftshilfe (Novemberhilfe):

Rahmenbedingungen: (sie finden diese auch: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2020/11/20201105-ausserordentliche-wirtschaftshilfe-november-details-der-hilfe-stehen.html)

1. Gesamtvolumen: Die außerordentliche Wirtschaftshilfe wird ein Finanzvolumen von voraussichtlich ca. 10 Milliarden Euro haben.

2. Antragsberechtigung: Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen und indirekt betroffene Unternehmen nach folgender Maßgabe:

Direkt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels zählen als direkt betroffene Unternehmen.

Indirekt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

Verbundene Unternehmen – also Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebstätten – sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. Erstattet werden bis zu 75 Prozent des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen. Dies betrifft etwa eine Holdinggesellschaft, die sowohl Restaurants (geschlossen) und Einzelhandelsunternehmen (weiter geöffnet) hält – hier wird die Nothilfe gezahlt, wenn die Restaurants zu mehr als 80 Prozent des Umsatzes der Holdinggesellschaft beitragen.

3. Antragstellung: Die Anträge können in den nächsten Wochen über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de). Die elektronische Antragstellung muss hierbei durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen. Die Auszahlung soll über die Überbrückungshilfe-Plattform durch die Länder erfolgen.

Wer bekommt Förderungshilfen in welcher Höhe:

Für alle von der Schießung direkt oder indirekt betroffenen Unternehmen
Höhe der Förderung und Fördergrenzen: Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt bis zu einer Obergrenze von 1 Mio. €, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU).

Zuschüsse über 1 Millionen € bedürfen für die Novemberhilfe noch der Notifizierung und Genehmigung der EU-Kommission. Die Bundesregierung ist derzeit in intensiven Gesprächen mit der Europäischen Kommission, um eine solche Genehmigung für höhere Zuschüsse zu erreichen.

Anrechnung erhaltener Leistungen: Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.

Anrechnung von erzielten Umsätzen im Monat November: Wenn im November trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüberhinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.

Beispiel 1:
Unternehmen X hatte im November 2019 einen Umsatz von 10.000 €. Er erwirtschaftet trotz Schließung weiterhin einen Umsatz (z.B. Online) im November 2020 von 3.000 € = 30%. Der übersteigende Umsatz von 500 € wird auf die außerordentliche Wirtschaftshilfe angerechnet. Er hat darüber hinaus noch Kurzarbeitergeld (KUG) für den November erhalten von 2.000 €.
75% vom Vorjahresumsatz = 7.500 € abzüglich 500 € und KUG 2.000 € = 5.000 € Novemberhilfe.

Sonderregelung für junge Unternehmen:
Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.

Sonderregelung Gastronomie
Für Restaurants gilt eine Sonderregelung, wenn sie Speisen im Außerhausverkauf anbieten. Hier wird die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 auf diejenigen Umsätze begrenzt, die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen, also die im Restaurant verzehrten Speisen. Damit werden die Umsätze des Außerhausverkaufs – für die der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt – herausgerechnet. Im Gegenzug werden diese Umsätze des Außerhausverkaufs während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen.

Beispiel 2:
Eine Pizzeria hatte im November 2019 8.000 € Umsatz durch Verzehr im Restaurant und 2.000 € durch Außerhausverkauf. Sie erhält daher 6.000 € Novemberhilfe (75 Prozent von 8.000 €), d. h. zunächst etwas weniger als andere Branchen (75 Prozent des Vergleichsumsatzes). Dafür kann die Pizzeria im November 2020 deutlich mehr als die allgemein zulässigen 2.500 € (25 Prozent von 10.000 €) an Umsatz mit Lieferdiensten erzielen, ohne dass eine Kürzung der Förderung erfolgt.

Sonderregelung Hotellerie
Für Hotels, die im Monat November noch Geschäftsreisende beherbergen dürfen und damit nicht mehr als 25 Prozent des Umsatzes aus dem November 2019 generieren, bleibt deren Anspruch ungeschmälert. Ansonsten greift die allgemeine Regelung und rechnerisch wie in Beispiel 1.

Wer gilt als Soloselbständiger:

  • Ein Soloselbständiger muss einem Hauptgewerbe nachgehen und mindestens 51% der Summe seiner Einkünfte daraus erwirtschaften. Daher darf der Soloselbständige auch maximal 49% andere Einkünfte im Jahr 2019 haben.
  • Soloselbständige als Nebengewerbe werden ebenfalls gefördert, wenn sie mindestens einen Angestellten beschäftigen
  • Für Selbständige Angehörige der freien Berufe gleichen Regelungen

Wahlregelung für Soloselbständige und selbständige der freien Berufe
Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. 

Für Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, entfällt die Pflicht zur Antragstellung über einen prüfenden Dritten. Sie werden unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt sein.

Quelle: Haufe Online Redaktion

B. Zusätzlich für Thüringer Unternehmen:

Zusätzliche Hilfen für Soloselbständige
Landeshilfe für Soloselbstständige zwischen September und Dezember 2020 für jeden dieser Monate mit je 1.180 Euro monatlichem Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten (Verlängerung der bisherigen Maßnahme

Zusätzliche Hilfen für besonders betroffene Dienstleistungen 

Darunter fallen z.B. Hotel- und Gaststättenbetriebe, Tourismus- und Reiseanbieter, Veranstalter und Messedienstleister usw. 

Betriebliche Fixkosten für die Monate September bis Dezember werden für diese Unternehmen nicht erst ab einem Umsatzrückgang von 30 Prozent, sondern bereits ab 20 Prozent Umsatzrückgang im jeweiligen Fördermonat anteilig erstattet. 

Damit wird in Thüringen einer größeren Zahl an Unternehmen die Förderung aus der Überbrückungshilfe II ermöglicht. 

Quelle: Thüringer Aufbaubank

C. Rückzahlung von Corona-Soforthilfen

Wie kann ich zu viel erhaltene Corona-Soforthilfe zurückzahlen?

Wenn sich die wirtschaftliche Situation in Ihrem Unternehmen verbessert hat und der im Rahmen der Antragstellung ermittelte Engpass nicht in der von Ihnen erwarteten Höhe eingetreten ist, können Sie den überschüssigen Anteil der Soforthilfe an die Thüringer Aufbaubank zurücküberweisen.

Bitte überweisen Sie den nicht benötigten Zuschussbetrag auf eines in der Fußzeile des Bewilligungsbescheides angegebenen Konten. Als Verwendungszweck tragen Sie bitte die im Bewilligungsbescheid angegebene Vorhaben-Nr. (z.B. 2020 COR XXXXX oder 2020 CORA XXXXX) ein.

Wichtig wäre auch in diesem Zusammenhang, dass Sie der Thüringer Aufbaubank zusätzlich eine E-Mail an info@aufbaubank.de mit Ihrem Anliegen, den Rückzahlungsbetrag und Ihrer Vorhabennummer senden.
Nach Eingang der Rückzahlung erhalten Sie ein entsprechendes Schreiben zur Aufhebung Ihrer Bewilligung. Die Richtlinien und weitere Informationen finden Sie unter: https://www.aufbaubank.de/Foerderprogramme/Corona-Soforthilfe-2020

Quelle: Thüringer Aufbaubank

Mit besten Grüßen

Die Geschäftsleitung

Frank Förster
Frank Krehahn
Stephan Strümpfel
Ronny Pabst

Update vom 02.11.2020

Sehr geehrte Mandantinnen,
sehr geehrte Mandanten,

aufgrund des neuen Lockdowns die eine Vielzahl von mittelständische Unternehmen und deren Mitarbeiter treffen, haben sowohl der Bund als auch die Länder neue wirtschaftliche Maßnahmen festgelegt.

Diese wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Wir weisen allerdings darauf hin, dass die angekündigten Hilfen noch nicht vollständig schriftlich ausgearbeitet sind und Bundestag sowie Bundesrat noch zustimmen müssen.

Bund und Länder

  • Gewährung einer Wirtschaftshilfe, die bis zu 75 % des Umsatzes des Vorjahresmonats erfasst,
  • Leistungen der Überbrückungshilfe sollen verlängert und für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche verbessert werden,
  • KfW-Schnellkredite sollen für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigte geöffnet werden,
  • Die Regelungen sollen unter anderem für Unternehmen, Selbstständige und Soloselbstständige gelten; insbesondere auch in der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft.
  • Erwerbstätige Eltern, die aufgrund Corona-bedingter Kita- und Schulschließungen ihr Kind zu Hause betreuen müssen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, haben seit März 2020 Anspruch auf eine Entschädigung. Der Anspruch soll zunächst bis zum 31.3.2021 fortbestehen und auch für Eltern gelten, die ein unter Quarantäne stehendes Kind zu Hause betreuten.

Der Anspruch auf Verdienstausfall soll gleichfalls neu geregelt werden: „Risikogebiete“ sollen begrifflich legaldefiniert werden. Derjenige, der eine vermeidbare Reise in ein 48 Stunden vor Reiseantritt ausgewiesenes Risikogebiet unternommen hat und anschließend in Quarantäne muss, soll keine Entschädigung mehr nach § 56 Abs. 1 Satz 2 IfSG für den durch die Quarantäne verursachten Verdienstausfall erhalten.

Thüringen

Freistaat Thüringen verlängert zusätzliche Hilfen für Soloselbständige und Dienstleistungsbranche für die Monate September bis Dezember 2020.

  • Soloselbständige können daher weiterhin je 1.180 Euro monatlichen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten erhalten.
  • Landeshilfen für besonders betroffene Dienstleistungsbereiche – z.B. Hotel- und Gaststättenbetriebe, Tourismus- und Reiseanbieter, Veranstalter und Messedienstleister usw. – werden fortgesetzt. Betriebliche Fixkosten für die Monate September bis Dezember werden für diese Unternehmen nicht erst ab einem Umsatzrückgang von 30 Prozent, sondern bereits ab 20 Prozent Umsatzrückgang im jeweiligen Fördermonat anteilig erstattet. Damit wird in Thüringen einer größeren Zahl an Unternehmen die Förderung aus der Überbrückungshilfe II ermöglicht.

Die beiden Fördermaßnahmen des Landes stellen eine Ergänzung der Corona-Überbrückungshilfe des Bundes dar.

Sachsen

Derzeit sind für Sachsen keine Änderungen der Förderungen seit dem erneuten Lockdown zum 02.11.2020 bekannt.

Bitte sehen Sie derzeit von telefonischen oder E-Mail Anfragen ab. Ansonsten überlasten Sie unsere Systeme und unsere Mitarbeiter. Wir halten Sie umgehend, wenn die Maßnahmen präzisiert worden sind, auf dem Laufenden.

Mit besten Grüßen

Die Geschäftsleitung

Frank Förster
Frank Krehahn
Stephan Strümpfel
Ronny Pabst

Update vom 06.10.2020

Sehr geehrte Mandantinnen,
sehr geehrte Mandanten,

wir haben wieder ein kleines Update über die Neuerungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise erstellt. Diesmal bezogen auf die Ergebnisse aus dem Koalitionsausschuss vom 25.08.2020 sowie der Pressemitteilung vom 18.09.2020.  

Verlängerung Kurzarbeitergeld (Koalitionsausschuss vom 25.08.2020, noch nicht beschlossen)

  • Bezugsdauer wird für Betriebe, die bis zum 31.12.2020 Kurzarbeit eingeführt haben, längstens bis zum 31.12.2021 verlängert
  • bis zum 31.12.2021 müssen weiterhin mind. 10% der Beschäftigten in Kurzarbeit sein
  • Sozialversicherungsbeiträge werden bis zum 30.06.2021 vollständig erstattet
  • Sozialversicherungsbeiträge werden im Zeitraum vom 01.07.2021 bis 31.12.2021 zu 50% erstattet, Erhöhung auf bis zu 100% möglich, wenn Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt werden
  • Erhöhung des Kurzarbeitergeldes ab dem 4. Monat auf 70% bzw. 77% bei Kindergeldanspruch sowie ab dem 7. Monat auf 80% bzw. 87% bei Kindergeldanspruch wird bis zum 31.12.2021 verlängert
  • die derzeit geltenden Steuererleichterungen für Arbeitgeberzuschüsse auf das Kurzarbeitergeld werden bis zum 31.12.2021 verlängert
  • die Möglichkeit auf Kurzarbeitergeld für Leiharbeiter wird bis zum 31.12.2021 verlängert

Überbrückungshilfe (beschlossen am 18.09.2020)

  • Fortsetzung der bisher bis August 2020 begrenzten Überbrückungshilfe für den Zeitraum von September 2020 bis Dezember 2020 mit nunmehr neuen Voraussetzungen
  • zur Antragstellung sind berechtigt:
    • Umsatzeinbruch von mind. 50% in 2 zusammenhängenden Monaten im Zeitraum von April bis August 2020 ggü. dem Vorjahreszeitraum oder
    • Umsatzeinbruch von mind. 30% im Durchschnitt in den Monaten April 2020 bis August 2020 ggü. dem Vorjahreszeitraum
  • ersatzlose Streichung der KMU-Deckelung von 9.000 EUR bzw. 15.000 EUR
  • Erhöhung der Fördersätze
    • 90% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 70%
    • 60% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 50%
    • 40% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30%
  • Anhebung der Personalkostenpauschale auf 20% der förderfähigen Kosten
  • Begrenzung der Überbrückungshilfe auf max. 50.000 EUR im Monat, damit insgesamt max. 200.000 EUR für den Zeitraum von September 2020 bis Dezember 2020
  • künftig sollen bei der Schlussrechnung künftig Nachzahlungen als auch Rückforderungen möglich sein
  • laut der Steuerberaterkammer Thüringen können Anträge wahrscheinlich ab Mitte Oktober 2020 gestellt werden

Kinderkrankengeld (Koalitionsausschuss vom 25.08.2020, noch nicht beschlossen)

  • für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer soll im Jahr 2020 der Anspruch auf Kinderkrankengeld um jeweils 5 Tage (für Alleinerziehende um 10 Tage) verlängert werden

Insolvenzantragspflicht (beschlossen am 18.09.2020)

  • Verlängerung der Insolvenzantragspflicht bis Ende Dezember 2020 bei einer Überschuldung
  • bei Zahlungsunfähigkeit gilt ab dem 1. Oktober 2020 wieder die uneingeschränkte Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Die Geschäftsleitung

Frank Förster
Frank Krehahn
Stephan Strümpfel
Ronny Pabst

Update vom 13.07.2020

Sehr geehrte Mandantinnen,
sehr geehrte Mandanten,

der Bundestag und der Bundesrat haben am 29.06.2020 dem Konjunkturpaket und damit auch der Corona-Überbrückungshilfe zugestimmt. Die Überbrückungshilfe kann ab dem 10.07.2020 beantragt werden und soll gefährdeten Unternehmen im Zeitraum von Juni 2020 bis August 2020 helfen. Die Hilfe muss nicht zurückgezahlt werden.

Antragsberechtigt

  • Unternehmen und Organisationen aller Branchen,
  • Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe,
  • geführt bei einem deutschen Finanzamt,
  • vor dem 01.11.2019 gegründet,
  • zum 31.12.2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und
  • kumulierter Umsatzrückgang von mind. 60 % in April 2020 und Mai 2020 gegenüber April 2019 und Mai 2019

Beantragung

  • nur über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer möglich
  • Beantragung der Hilfe nur online möglich
  • Anträge können im Zeitraum vom 10.07.2020 bis 31.08.2020 gestellt werden (Ausschlussfristen)
  • Auszahlungsfristen bis zum 30.11.2020

Höhe der Überbrückungshilfe

  • Umsatzrückgang in den Monaten von Juni 2020 bis August 2020
    • von 40% bis 50% -> Erstattung 40% der Fixkosten
    • von 50% bis 70% -> Erstattung 50% der Fixkosten
    • von mehr als 70% -> Erstattung 80% der Fixkosten
  • Berechnung wird für jeden einzelnen Monat selber vorgenommen
  • maximale Förderung bis zu 50.000 EUR pro Monat
  • bei Unternehmen bis 5 Beschäftigte, max. 3.000 EUR pro Monat
  • bei Unternehmen bis 10 Beschäftigte, max. 5.000 EUR pro Monat

Förderfähige Kosten

  • Fixkosten sind nicht förderfähig, wenn diese nach dem 28.02.2020 begründet worden bzw. an verbundene Unternehmen gezahlt werden
  • Mieten und Pachten für Gebäude
  • Weitere Mietkosten wie Fahrzeuge und Maschinen, soweit diese betrieblich genutzt werden sowie Lizenzgebühren
  • Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen
  • Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
  • Ausgaben für notwendige Instandhaltungen, Wartung und Einlagerung von Anlagevermögen
  • Ausgaben für Strom, Wasser, Heizung und Reinigung
  • Grundsteuer
  • Versicherungen
  • Kosten für Steuerberater, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen
  • Kosten für Auszubildende
  • Personalaufwendungen im Förderzeitraum, soweit diese nicht von Kurzarbeit betroffen sind (Ansatz mit 10% der Fixkosten)
  • Rückzuzahlende Provisionen von Reisebüros

Da die Überbrückungshilfe nur von einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer gestellt werden kann, sprechen Sie uns hierüber bitte kurzfristig an, damit die Ausschlussfristen bis zum 31.08.2020 gewahrt werden können.

Bei der Antragstellung müssen die Umsatzprognosen sowie die voraussichtlichen Fixkosten für den Förderzeitraum je Monat (Juni 2020 bis August 2020) mit eingereicht werden. Teilen Sie uns diese bitte mit. Die Fixkosten müssen nach der Aufstellung „Förderfähige Kosten“ aufgestellt sein.

Die tatsächlichen Fixkosten sind durch eine endgültige Abrechnung der Bewilligungsstelle, ebenfalls durch den Steuerberater, elektronisch einzureichen. Ergeben sich daraus Abweichungen von de Kostenprognose, sind bereits ausgezahlte Hilfen zurückzuzahlen. Nachzahlungen sind ausgeschlossen.

Wir verweisen noch auf die Homepage www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de .

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Die Geschäftsleitung

Frank Förster
Frank Krehahn
Stephan Strümpfel
Ronny Pabst

Update vom 08.06.2020

Sehr geehrte Mandantinnen,
sehr geehrte Mandanten,

von unserer Seite haben wir wieder ein kleines Update über die Neuerungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise erstellt. Diesmal bezogen auf die Ergebnisse aus dem Koalitionsausschuss vom 03.06.2020, welche von der Bundesregierung und dem Bundesrat noch verabschiedet werden müssen. Gegenwärtig ist davon auszugehen, dass aufgrund der bestehenden Mehrheiten sowie dem überwiegend positiven Rückmeldungen der Parteien die Ergebnisse auch entsprechend verabschiedet werden. Aufgrund der Vielzahl der beschlossenen Einzelmaßnahmen (insgesamt 57 sowie weitere Unterpunkte) werden nachstehend die aus unserer Sicht wichtigsten steuerlichen und wirtschaftlichen Maßnahmen dargestellt.

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Senkung der Umsatzsteuer

Aufgrund der erheblichen Auswirkungen bei der Erstellung von Ausgangsrechnungen sowie dem Empfang von Eingangsrechnungen werden wesentlichen Punkte kurz erläutert. Diese basieren u.a. auf dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 11.08.2006 zur Erhöhung der Umsatzsteuer von 16% auf 19%. Wir gehen davon aus, dass diese Grundsätze analog anzuwenden sind. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.

– befristete Senkung des Umsatzsteuersatzes für den Zeitraum vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 von 19% auf          16% sowie von 7% auf 5%
– Änderung betrifft alle Lieferungen, sonstige Leistungen und innergemeinschaftliche Erwerbe sowie                          abgrenzbare Teilleistungen, die vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 ausgeführt werden
– die Umsatzteuer entsteht in dem Zeitpunkt, in dem die Leistung erbracht wurde (z.B. durch Verschaffung              der Verfügungsmacht, Übergang des Gefahrenrisikos, Abnahme der Leistung)
– Besonderheit gibt es u.a. bei langfristigen Verträgen, Teilleistungen sowie Abschlagsrechnungen
 

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Degressive Abschreibung

– Erhöhung der Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter um dass 2,5 fache der linearen Abschreibung,          max. 25% pro Jahr
– befristet auf Neuanschaffungen in den Jahren 2020 und 2021
 

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Anhebung der Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer

– Anhebung des Ermäßigungsfaktors von dem 3,8 fachen auf das 4,0 fache des Gewerbesteuermessbetrags
– dadurch Reduzierung der Gesamtsteuerbelastung um bis zu 0,7%
 

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Steuerlicher Verlustrücktrag

– Anhebung des Verlustrücktrages von 1.000.000 EUR auf 5.000.000 EUR
– Verdopplung der Beträge bei Zusammenveranlagung
– Möglichkeit der Bildung einer Corona-Rücklage in der Steuererklärung 2019 und Auflösung bis 2021
 

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Sozialversicherungsbeiträge

– Deckelung Sozialversicherungsbeiträge Arbeitnehmer/ Arbeitgeber bis 2021 auf insgesamt 40% der                        Bruttolöhne
 

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Kurzarbeitergeld

– Regelungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld ab dem 01.01.2021 sollen im September 2020 getroffen                werden
 

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Überbrückungshilfen

– branchenübergreifend für den Zeitraum von Juni bis August 2020
– Antragsberechtigt sollen Unternehmen sein, die bedingt durch die Corona-Krise Umsatzrückgänge in April              und Mai 2020 von mind. 60% und Juni bis August 2020 von mind. 50% gegenüber dem Vorjahreszeitraum            zu verzeichnen haben
– bei Umsatzrückgang von mind. 50%, Erstattung bis zu 50% der fixen Betriebskosten
– bei Umsatzrückgang von mind. 70%, Erstattung bis zu 80% der fixen Betriebskosten
– Begrenzung des Erstattungsbetrages auf 150.000 EUR
– Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigte soll der Erstattungsbetrag nur in begründeten Ausnahmefällen                    höher als 9.000 EUR sein
– Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigte soll der Erstattungsbetrag nur in begründeten Ausnahmefällen                  höher als 15.000 EUR sein
– Antragsfristen sollen zum 31.08.2020 enden (Problem u. E.: Umsatzeinbußen bis einschließlich 08/2020                stehen zum 31.08.2020 noch nicht fest)
 

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Insolvenz

– bei Unternehmensinsolvenzen Einführung eines vorinsolvenzlichen Restrukturierungsverfahrens
– bei Verbraucherinsolvenzen befristete Verkürzung des Entschuldungsverfahrens auf 3 Jahre
 

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Auszubildende

– einmaliger Bonus in Höhe von 2.000 EUR, wenn das Ausbildungsangebot in 2020 ggü. den 3 Vorjahren                  nicht verringert wird
– Erhöhung auf 3.000 EUR, wenn das Ausbildungsangebot sogar erhöht wird
– Auszahlung erfolgt nach der Probezeit bei Unternehmensinsolvenzen Einführung eines vorinsolvenzlichen            Restrukturierungsverfahrens
 

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Kinderbonus

– einmaliger Kinderbonus in Höhe von 300 EUR für jedes kindergeldberechtigte Kind
– Anrechnung des Bonus auf den Kinderfreibetrag analog Kindergeld
keine Anrechnung auf die Grundsicherung
 

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Alleinerziehende

– Anhebung des Entlastungsbetrags von 1.908 EUR auf 4.000 EUR für die Jahre 2020 und 2021
 

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Förderung ökologische Mobilität

– ab 2021 stärkere Ausrichtung der Kfz-Steuer bei Neuzulassungen an die CO2-Emissionen pro km
– Anhebung der Umweltprämie für E-Fahrzeuge
– Ausbau Ladesäulen-Infrastruktur
 

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Hilfen für die Gastronomie

Durch das von der Bundesregierung bereits beschlossene Corona-Steuerhilfegesetz wurden der Umsatzsteuersatz für Speisen in Restaurants und Gaststätten für den Zeitraum vom 01.07.2020 bis zum 30.06.2021 von 19% auf 7% gemindert. Für den Zeitraum vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 sollte sich aufgrund des Corona-Konjunkturpaketes der Umsatzsteuersatz von 7% auf 5% reduzieren.

 

Mit den besten gesunden Grüßen

Die Geschäftsleitung

Frank Förster
Frank Krehahn
Stephan Strümpfel
Ronny Pabst 

Update vom 26.04.2020

Sehr geehrte Mandantinnen,
sehr geehrte Mandanten,

Von unserer Seite wieder ein kleines Update über Neuerungen, die für Unternehmer von Bedeutung sind. 

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Ver­län­ge­rung der Er­klä­rungs­frist für vier­tel­jähr­li­che und mo­nat­li­che Lohn­steu­er­an­mel­dun­gen wäh­rend der Co­ro­nakri­se

Arbeitgebern können die Fristen zur Abgabe der Lohnsteuer-Anmeldungen während der Corona-Krise im Einzelfall auf Antrag verlängert werden, soweit sie selbst oder der mit der Lohnbuchhaltung und Lohnsteuer-Anmeldung Beauftragte nachweislich unverschuldet daran gehindert sind, die Lohnsteuer-Anmeldungen pünktlich zu übermitteln. 

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Weitere_Steuerthemen/Abgabenordnung/2020-04-23-verlaengerung-der-erklaerungsfrist-fuer-vierteljaehrliche-und-monatliche-lohnsteueranmeldungen-waehrend-der-corona-krise.pdf

_
Anhebung des Kurzarbeitergeldes

Als Folge der Geschäftsschließungen sowie Lieferunterbrechungen haben bislang etwa 700.000 Betriebe Kurzarbeit angemeldet. Nach Schätzungen der Bundesregierung sind dadurch bereits Millionen Beschäftigte von Kurzarbeit betroffen.

Das Kurzarbeitergeld soll auf bis zu 80 Prozent bzw. für Eltern auf bis zu 87 Prozent angehoben werden. Die Erhöhung soll dabei nach der Bezugsdauer gestaffelt werden und gewährt werden, wenn mindestens 50 Prozent der regulären Arbeitszeit ausfällt. Ab dem 4. Monat der Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld würden 70 bzw. 77 Prozent (Eltern) und ab dem 7. Monat 80 bzw. 87 Prozent des Lohnausfalls gezahlt werden.

_
Verlängerung Arbeitslosengeld

Das Arbeitslosengeld I soll für Erwerbslose, deren Anspruch zwischen Mai und Dezember 2020 enden würde, um drei Monate verlängert werden. Sie hätten aufgrund der aktuellen Situation geringe Aussichten auf einen neuen Job, so die Regierungsfraktionen.

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Steuerhilfen für die Gastronomie

In einem weiteren Schritt soll die Mehrwertsteuer für Speisen und Getränke in der Gastronomie für ein Jahr gesenkt werden. Hierbei soll vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 der ermäßigte Satz von sieben Prozent gelten.

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Steuerentlastungen für kleine und mittlere Unternehmen

Zudem soll es Steuererleichterungen für kleine und mittelständische Unternehmen geben. Den Unternehmen soll die Verrechnung pauschal ermittelter Verluste in diesem Jahr (15 % der für die Vorauszahlungen 2019 angesetzten Beträge) mit Gewinnen aus dem Jahr 2019 ermöglicht werden, sodass eine teilweise Erstattung der für 2019 geleisteten Vorauszahlungen erfolgt. Die Betriebe erhalten so Erstattungen von den Finanzämtern, was ihnen zusätzliche Liquidität verschaffen soll. Wenn es dem Unternehmen wieder besser geht und es wider Erwarten im Jahr 2020 doch Gewinn macht, zahlt der Unternehmer diese Finanzspritze wieder zurück. Solange das Unternehmen Verluste ausweist, muss sie nicht zurückgezahlt werden.

Die detaillierten Bestimmungen müssen hierzu noch abgewartet werden.

Bitte schauen Sie auch immer wieder auf die von uns empfohlenen Seiten:

Für Thüringen:

https://www.stbverband-thueringen.de/steuerberaterverband/corona-epidemie-unterstuetzung/

Für Sachsen:

https://www.sbk-sachsen.de/aktuelles/covid-19/

Für Sachsen-Anhalt:

https://www.stbk-sachsen-anhalt.de/2020/04/24/aktuelle-informationen-zur-corona-krise/

Für Berlin und Brandenburg:

https://stbverband.de/

Für Bayern:

https://lswb.bayern/startseite/coronavirus-update-wichtige-links-2292996/

Hier erfahren Sie aus Ihrer Region auch Neuigkeiten zur Corona-Pandemie für nicht-unternehmerischen Angelegenheiten, wie z.B. wie geht es in den Schulen weiter.

Mit den besten gesunden Grüßen

Die Geschäftsleitung

Frank Förster
Frank Krehahn
Stephan Strümpfel
Ronny Pabst

Update vom 22.04.2020

Sehr geehrte Mandantinnen,
sehr geehrte Mandanten,

Es hat nun ein wenig gedauert, bis wir mit einem nächsten Update sie auf dem neuesten Informationsstand halten wollen. Zum einen waren teilweise Gesetzes Vorlagen noch nicht umgesetzt bzw. unbekannt, welche Voraussetzungen dazu nötig sind. Und was mit Sicherheit genauso wichtig ist: wir müssen und wollen auch noch unsere sonstige Tätigkeiten für sie verrichten.

Über folgende wichtige Neuerungen möchten wir Sie unterrichten:

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Update KfW-Schnellkredit 2020:

Seit 15.4.2020 steht Ihnen die Beantragung bei ihrer Bank oder Sparkasse zur Verfügung.

Folgende Voraussetzungen sind zu beachten:

  • Für Anschaffungen und laufende Kosten, Umschuldungen werden nicht gefördert
  • Unternehmen mehr als 10 bis 50 Mitarbeitern (hochgerechnet auf Vollzeit) bis 500.000 Euro, über 50 Mitarbeiter bis zu 800.000 Euro Kredit
  • die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind und
  • im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 müssen Sie einen Gewinn erzielt haben – oder im kürzeren Zeitraum, wenn Sie noch nicht seit 2017 am Markt sind.
  • Das Unternehmen zum Stichtag 31 der zwölfter 2019 darf sich nicht in Schwierigkeiten im Sinne der EU-Definition (Verordnung (EU) Nummer 651/2014) befinden
  • Vorlage der Jahresabschlüsse 2017-2019, respektive betriebswirtschaftliche Auswertung und Summen- und Saldenliste 2019
  • Pro Unternehmensgruppe können maximal 25 % des Jahresumsatzes 2019 Kredit gewährt werden
  • Beantragung bei ihrer Hausbank oder Sparkasse

Vorteile:

  • die KfW übernimmt 100 % des Kreditausfallrisikos der Bank
  • keine Kreditrisikoprüfung, nur Prüfung der eingereichten Unterlagen durch die Hausbank/Sparkasse
  • Jahresumsätze 2019 werden bei Unternehmensgruppen zusammen addiert. Eine Unternehmensgruppe bedeutet, dass  mindestens ein Gesellschafter/Personengruppe mehr als 50 % der Anteile an den Unternehmen hält, direkt oder indirekt.

Dies bedeutet gleichzeitig, dass beispielsweise auch zwei Einzelunternehmen, die einem unterschiedlichen Gewerbe nachgehen, aber einer Person gehören, deren Umsätze zusammen addiert werden. Innenumsätze werden herausgerechnet.

  • der Kredit ist die ersten zwei Jahre tilgungsfrei
  • eine vorzeitige Rückzahlung des Kredites ist jederzeit, ohne Vorfälligkeitsentschädigung, möglich

Informationen zur Ermittlung der Anzahl der Mitarbeiter:

  • Als Stichtag der Berechnungsgrundlage dient der 31.12.2019.

Teilzeitkräfte einschließlich Minijob sind anhand der Wochenarbeitszeit in Vollzeitkräfte umzurechnen:

  • Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
  • Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
  • Mitarbeiter über 30 Stunden & Auszubildende = Faktor 1
  • Mitarbeiter auf 450 €-Basis = Faktor 0,3

Der/die Unternehmer/in selbst ist/sind mitzuzählen.

Nachweise zur Berechnung sind zu erbringen wie folgt:

  • Jahresabschluss oder
  • Lohn-und Gehaltsunterlagen oder
  • Angaben der gesetzlichen Unfallversicherung oder
  • Bestätigung des Steuerberaters oder
  • Sonstiges, z.B. Vorlage der Berechnung anhand der oben aufgeführten Berechnungsgrundlage im Verhältnis zur Gesamtzahl der beschäftigten Mitarbeiter

Die KfW hat zudem ein online-Formular entwickelt, das zur Vorbereitung mit den Bankgesprächen dient. Hier kann man auch selbst schon prüfen ob Ihr Unternehmen gegebenfalls unter den Schnellkredit fällt.

Falls nicht, werden Alternativen, je nach Unternehmensstruktur ausgewählt.

Wie wir finden, zumindest eine Grundlage um zu wissen, mit was man sich an die Hausbank wendet.

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

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Absicherung des Warenverkehrs

Die Bundesregierung spannt mit den Kreditversicherern einen Schutzschirm in Höhe von 30 Mrd. € auf, um Lieferantenkredite deutscher Unternehmen zu sichern und die Wirtschaft in schwierigen Zeiten zu stützen. Der Schutzschirm ist ein weiterer Baustein im Maßnahmenpaket der Regierung zur Bewältigung der finanziellen Auswirkungen im Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Krise.

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2020/04/2020-04-16-GPM-Warenverkehr.html

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Corona-Soforthilfeprogramm für gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen in Thüringen

Folgende Zuschüsse werden seit 15. April 2020 als Billigkeitsleistungen bis zu folgenden Höhen gewährt:

  • bis 9.000 EUR                    für Unternehmen bis fünf Beschäftigte
  • bis 15.000 EUR                  für Unternehmen mit sechs bis zehn Beschäftigten
  • bis 20.000 EUR                  für Unternehmen mit elf bis 25 Beschäftigten
  • bis 30.000 EUR                  für Unternehmen mit 26 bis 50 Beschäftigten.

Voraussetzungen:

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Hilfsprogramm „Sachsen hilft Sofort“ auf größere mittelständische Unternehmen ausgeweitet

Größere mittelständische Unternehmen erhalten jetzt auch bis zu 100.000 Euro Darlehen.

Voraussetzungen:

  • bis zu 100 beschäftigten Mitarbeitern und
  • mehr als 1 Million € Jahresumsatz
  • erforderliche Bestätigung der Zuwendungsvoraussetzungen durch einen unabhängigen Dritten, zum Beispiel durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer

Vorteile:

  • Darlehen ist zinsfrei
  • keine Tilgung in den ersten drei Jahren und danach Rückzahlung in den restlichen sieben Jahren
  • Bonus von 10 % der Darlehenssumme wenn innerhalb der ersten drei Jahre zurückgezahlt wird
  • Unternehmen, die im Jahr der Corona Pandemie und in den ersten drei darauffolgenden Jahren nicht in der Lage sind, den Kredit zu tilgen, bekommen einen Nachlass von 20 %

Weitere FAQ: https://www.sbk-sachsen.de/index.php?id=606

Und Infos: www.sab.sachsen.de,


Das wäre es für heute.

Wir danken Ihnen für Ihre Geduld mit uns und ein bisschen Sonne am Horizont wird schon sichtbar.

Halten Sie durch und bleiben Sie gesund.

Die Geschäftsleitung

Frank Förster
Frank Krehahn
Stephan Strümpfel
Ronny Pabst

Update vom 07.04.2020

Sehr geehrte Mandantinnen,
sehr geehrte Mandanten,

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

Schnellkreditprogramm für kleinere und mittlere Unternehmen mit folgenden Merkmalen:

  • 100-prozentige Haftung des Bundes über die staatliche Förderbank KfW
  • die Prüfung der Hausbanken und Einreichung zahlreicher Dokumente entfallen (keine Kreditrisikoprüfung)
  • das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen
  • das Unternehmen muss mindestens seit dem 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sein
  • Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern und bis zu 50 Mitarbeitern können Kredite bis drei Monatsumsätze bzw. 25% des Jahresumsatzes 2019, maximal 500.000 € beantragen
  • Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern gilt die Höchstgrenze von 800.000 €.
  • Die Kreditlaufzeit beträgt 10 Jahre
  • der Zinssatz soll jedoch leicht über dem normalen Zinssatz liegen, derzeit aktuell 3%
  • der Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten

Unternehmen mit  bis zu 10 Mitarbeitern profitieren davon nicht. Für diese steht im Wesentlichen das Corona-Soforthilfe-Zuschussprogramm der Bundesregierung zur Verfügung.

In der Corona-Krise werden Sonderzahlungen für Beschäftigte bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei gestellt.

  • Das Bundesfinanzministerium stellt sicher, dass Prämien ohne den Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen bei den Beschäftigten ankommen. 100-prozentigen Einsatz in dieser Zeit wollen wir 100-prozentig belohnen, so Bundesfinanzminister Scholz.
  • Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren.
  • Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 erhalten.
  • Voraussetzung ist,
    • dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden.
    • Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen.
    • Andere Steuerbefreiungen und Bewertungserleichterungen bleiben hiervon unberührt.
  • Die Beihilfen und Unterstützungen bleiben auch in der Sozialversicherung beitragsfrei.

Wirtschaftsministerium fördert Corona-bedingte Beratungskosten

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert ab sofort Beratungsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen und Freiberufler, die von der Corona-Krise betroffen sind. Dafür weitet das Ministerium jetzt seine Förderung des unternehmerischen Know-hows aus. Die verbesserten Förderbedingungen sollen befristet bis Ende 2020 gelten.

  • Antrag für Beratungen, die bis zu einem Beratungswert von 4.000,00 Euro für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler
  • Kein Eigenanteil erforderlich
  • Gefördert werden Honorare von Unternehmensberatern, die etwa bei der Suche nach neuen Geschäftsfeldern, bei der Digitalisierung oder bei Liquiditätsfragen das Unternehmen beraten.
  • Dabei zählen zu den förderfähigen Beratungskosten neben Honorar auch Auslagen und Reisekosten, nicht aber die Umsatzsteuer.
  • Antrag ist zu stellen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
  • Die Beratungskosten werden direkt an das Beratungsunternehmen ausbezahlt.

https://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Unternehmensberatung/unter

Nach unserer derzeitigen Auffassung fallen Steuerberater nicht unter die Gruppe der zulässigen Unternehmensberater

Mit gesunden und mutigen Grüßen

Die Geschäftsleitung

Frank Förster
Frank Krehahn
Stephan Strümpfel
Ronny Pabst

 

Update vom 03.04.2020

Sehr geehrte Mandantinnen,
Sehr geehrte Mandanten,

Thüringen erweitert seine Soforthilfe auf gemeinnützige Einrichtungen und Stiftungen.

Die Soforthilfe für diese Einrichtungen soll ab nächster Woche zur Verfügung stehen und ist bei der GFAW abrufbar.

Hier die Links:

https://wirtschaft.thueringen.de/ministerium/presseservice/detailseite/covid-19-tiefensee-land-weitet-corona-schutzschirm-auf-gemeinnuetzige-einrichtungen-im-sozial-bil/

https://www.gfaw-thueringen.de/cms/?s=gfaw_startseite

Bitte schauen Sie auch immer mal wieder auf die Seite des Steuerberaterverbandes.

Die Seite ist immer sehr aktuell und informativ.

https://www.stbverband-thueringen.de/steuerberaterverband/corona-epidemie-unterstuetzung/

Bleiben Sie gesund.

Die Geschäftsleitung

Frank Förster
Frank Krehahn
Stephan Strümpfel
Ronny Pabst

Update vom 01.04.2020

Sehr geehrte Mandantinnen,
sehr geehrte Mandanten,

Es gibt weitere Neuerungen in Bezug auf Hilfen.

Bitte bedenken Sie, dass wir Ihnen nur Neuerungen mitteilen, wenn diese konkretisiert sind. Geplante, aber noch nicht umgesetzte Maßnahmen werden wir noch nicht mitteilen, da zu diesem Zeitpunkt die Umsetzung unklar ist.

Dieser Link der Bundesregierung liefert hier eine gute Übersicht:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/hilfen-fuer-kuenstler-und-kreative-1732438

Zusätzlich nochmal die Links vom Steuerberaterverband Thüringen und des Steuerberaterverbandes Sachsen und der Sächsischen Aufbaubank:

https://www.stbverband-thueringen.de/steuerberaterverband/corona-epidemie-unterstuetzung/

https://www.stbverband-sachsen.de/

Bundeszuschüsse für kleinere Unternehmen

Ab sofort stehen auch die Bundeszuschüsse für kleinere Unternehmen zur Verfügung. Allerdings gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Abrechnungsmodalitäten:

Thüringen

Es muss kein neuer Antrag gestellt werden. Mit dem bisherigen Antrag „Thüringer Soforthilfeprogramm Corona 2020“ über die Thüringer Aufbaubank werden die Auszahlungen durch die Bundesmittel wie folgt aufgestockt:

Unternehmen 1 bis 5 MA (einschl. Inhaber) von 5.000 € -> 9.000 €,
Unternehmen 6 bis 10 MA (einschl. Inhaber) von 10.000 € -> 15.000 €,
Unternehmen 11 bis 25 MA (einschl. Inhaber) bleibt bei 20.000 €,
Unternehmen 26 bis 50 MA (einschl. Inhaber) bleibt bei 30.000 €.

Sachsen

Bisher gibt es die Landesmittel zur Soforthilfe nur als Darlehen.

  • Für Soloselbständige, Kleinstunternehmen und Freiberuflern
  • mit einem Jahresumsatz oder einer Jahresbilanzsumme von 1 Million €
  • Mit Sitz oder Niederlassung in Sachsen
  • die Darlehenshöhe beträgt im Regelfall 5000 € bis maximal 50.000 €

Seit dieser Woche gibt es Bundesmittel für Kleinstunternehmen als Zuschuss wie folgt:

Unternehmen 1 bis 5 MA (einschl. Inhaber) 9.000 €
Unternehmen 6 bis 10 MA (einschl. Inhaber) 15.000 €

Bitte informieren Sie sich hierzu detaillierter über die Website der Sächsischen Aufbaubank

https://www.sab.sachsen.de/

KfW Sonderprogramm für Kredite überarbeitet:

  • Für Investitionen jetzt 90 % Haftungsfreistellung der Banken durch die KfW
  • Bei Betriebsmitteln bleibt es bei 80% Haftungsfreistellung

Vereinfachter Zugang zur Grundsicherung für Kultur- und Medienschaffende

  • Wer zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und dabei erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, erhält SGB-II-Leistungen (u.a. ALG II) und
  • Es werden Ausgaben für Wohnung und Heizung in den ersten sechs Monaten des Leistungsbezugs in tatsächlicher Höhe anerkannt. Niemand, der zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Grundsicherung stellt, soll deswegen umziehen müssen.

Leistungsverweigerungsrecht für wesentliche Dauerschuldverhältnisse

  • für Verbraucher und Kleinstunternehmen mit bis zu 9 Beschäftigten und bis 2 Millionen € Jahresumsatz
  • Das sind im Wesentlichen solche Dauerschuldverhältnisse, die zur angemessenen Fortsetzung des Erwerbsbetriebs des Schuldners dienen. Dazu gehören z.B. Lieferverträge von Strom, Gas, Wasser, Telekommunikation und Pflichtversicherungen.
  • Das Leistungsverweigerungsrecht kommt jedoch lediglich einer Stundung gleich!

Kündigungsschutz von Mietern im Zeitraum 01.04.2020 bis 30.06.2020

Gilt für Wohn- und Gewerbemieten

Neue Entschädigungsregelungen für Eltern

Wenn Eltern wegen der notwendigen Kinderbetreuung während einer Pandemie Verdienstausfälle erleiden, wurde eine neue Entschädigungsregelung in das Infektionsschutzgesetz (§ 56 Abs. 1a IfSG) aufgenommen.

Voraussetzung für die Entschädigung ist:

  • Betreuung der Kinder unter 12 Jahren ist nur durch die Eltern möglich.
  • Das Gleitzeit- oder Überstundenguthaben ist ausgeschöpft.
  • Der Verdienstausfall ist nicht vermeidbar.
  • Der Arbeitgeber hat keine Kurzarbeit angemeldet.

Die Entschädigung in Höhe von 67 % des Netto-Einkommens wird für bis zu 6 Wochen gewährt und ist auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro begrenzt. Die Auszahlung übernimmt der Arbeitgeber, der bei der zuständigen Landesbehörde einen Erstattungsantrag stellen kann.
Die Änderungen des § 56 IfSG treten mit Wirkung vom 30. März 2020 in Kraft und sind bis zum 31.12.2020 befristet.

Weitere Informationen hier:

https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/entschaedigungsanspruch.html

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Unternehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie Zahlungsschwierigkeiten haben können für den Monat April entstehenden Sozialversicherungsbeiträge stunden lassen.

Diese Regelung ist zunächst befristet bis 30. April 2020

Es sollen keine Mahngebühren und Vollstreckungen für diesen Zeitraum durchgeführt werden.

Die Stundung ist beschränkt nur bis zur Gewährung eines Kurzarbeitergeldes.

Zum Schluss noch mal unsere dringende Bitte: Wenn Sie einzelne Maßnahmen betreffen, lesen Sie sich zunächst die Erläuterungen in den beigefügten Links durch. Wenn Sie danach Hilfe benötigen, können Sie uns natürlich sowohl per E-Mail als auch telefonisch erreichen. Bitte halten Sie sich daran, sonst sind unsere Mitarbeiter überlastet und können Ihnen dann nur bedingt zur Seite stehen.

Bleiben Sie gesund.

Die Geschäftsleitung

Frank Förster
Frank Krehahn
Stephan Strümpfel
Ronny Pabst

Ursprünglicher Beitrag

Sehr geehrte Mandantinnen, sehr geehrte Mandanten,

die Corona-Pandemie hält uns alle weiter in ihrem Bann. Das öffentliche Leben wird immer mehr eingeschränkt. Dies hat natürlich gravierende Folgen für die Wirtschaft und im Besonderen sind die kleineren und mittleren Unternehmen schon betroffen oder werden es noch sein.

Wir als Ihre Steuerberater und Wirtschaftsprüfer wollen Ihnen die größtmögliche Unterstützung zukommen lassen, wie es in unseren Kräften steht. Unser derzeitiger laufender Betrieb ist genauso wie bei Ihnen massiv beeinträchtigt. Daher bitten wir zunächst, dass Sie mit uns geduldig sind. Auch wir haben plötzlich unsere wertvollen Mitarbeiter im Homeoffice und vielleicht auch irgendwann in Quarantäne.

Wir wollen Ihnen möglichst schnell neueste Informationen geben, was es für Hilfen oder Möglichkeiten gibt, damit wir alle, also Sie, aber auch wir, dass finanziell überstehen. Das förderale System der Bundesrepublik macht es nicht einfacher. So gibt es teilweise in einigen Bundesländern bereits Hilfen für kleinere und mittlere Unternehmen, in anderen Bundesländern sind diese erst in Vorbereitung. Darüber hinaus gibt es Bundeshilfen, die für alle Unternehmen gelten.

Vordergründe Themen sind derzeit:

  • Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld
  • Kredithilfen für Unternehmen durch KfW oder Aufbaubanken
  • Weitere Zuschüsse oder Darlehen für kleinere und mittlere Unternehmen durch die einzelnen Bundesländern (wird derzeit unterschiedlich gehandhabt)
  • Steuerstundung zunächst bis zum 31.12.2020 mit Verzicht auf Stundungszinsen
  • Vorauszahlungsanpassungen auf die Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer für 2020
  • Vollstreckungsaufschub von bereits in Vollstreckung befindlichen Steuerschulden bis 31.12.2020

Bitte bedenken Sie,

dass für die Umsatzsteuer derzeit keine Stundungserleichterungen vorgesehen sind.
Wenn Sie Lastschriften beim Finanzamt haben, diese ggf. zurücknehmen.

Um immer aktuell in den Entwicklungen zu sein, haben wir uns entschlossen, die aktuellen Seiten der Steuerberaterverbände bzw. – kammern als Link beizufügen, die in unseren Beratungsbereich fallen.

Diese werden immer aktuell gehalten und Sie können sich informieren bzw. Veranlassungen durchführen. Schauen Sie sich den für Sie betreffenden Link unbedingt an und informieren Sie sich.

https://www.stbverband-thueringen.de/steuerberaterverband/corona-epidemie-unterstuetzung/

https://www.sbk-sachsen.de/aktuelles/covid-19/

https://www.steuerberaterkammer-muenchen.de/de/aktuelles/neues_von_der_kammer/neues_von_der_kammer/aktuelle_informationen_zum_coronavirus/index_ger.html

https://www.stbk-brandenburg.de/Downloads/Coronavirus-COVID-19

https://stbverband.de/der-dstv-gibt-einen-ueberblick-welche-regelungen-und-erleichterungen-steuerberater-und-ihre-mandanten-im-hinblick-auf-die-corona-lage-kennen-sollten-1363539/

Für Berlin ist derzeit nur pdf als download möglich.

https://steuerberater-verband.de/category/meldungen/ Dieser Link ist für Sachsen-Anhalt. Die Informationen sind hier dürftig.

Wir als Ihre Steuerberater stellen für Sie grundsätzlich

  • Stundungsanträge
  • Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen zur Einkommen- und Körperschaftsteuer bzw. Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages
  • Stundungs- und Erlassantrag bei der zuständigen Gemeinde
  • Antrag auf Vollstreckungsaufschub.

Bitte teilen Sie uns in Form von E-Mails (bitte nicht telefonisch, unsere Mitarbeiter sind überlastet und wir brauchen sie) oder per Post mit, welche Maßnahmen wir für Sie einleiten sollen.

Grundsätzlich können Sie o.g. Angelegenheiten auch über das Elster-Portal selbst durchführen. Wir bitten Sie uns dann aber ebenfalls per E-Mail oder per Post zu informieren.

Noch ein kleiner Aufruf von unsere Seite zur ganzen Sachlage:

Wir als Unternehmer übernehmen Verantwortung und werden, wenn wir zusammenstehen, diese Krise meistern. Unsere Verantwortung hört nicht am Firmengelände/Büroeingang auf.

Bitte machen Sie Ihren Mitarbeitern klar, dass diese sich auch privat disziplinieren müssen und sich an die Anordnungen der Regierungen halten. Je mehr und eher wir die Anordnungen befolgen, je schneller überstehen wir diese Krise.

Bleiben Sie Besonnen und bei guter Gesundheit.

Frank Förster
Frank Krehahn
Stephan Strümpfel
Ronny Pabst

Geschäftsführende Partner